Delfinschwimmen

Schwimmen mit Walen und Delfinen

Für viele Menschen gehört es zu den größten Träumen, einmal mit einem frei lebenden Wal oder Delfin im Wasser gewesen zu sein, ihnen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Allerdings gibt es auch hier einige Punkte zu beachten. Zunächst einmal muss klar gesagt werden, dass der Kontakt im Wasser in den allermeisten Fällen nur von sehr kurzer Dauer sein wird. Viele Menschen stellen sich vor, Wale oder Delfine würden sofort auf einen zu schwimmen und sich intensiv mit Schwimmern beschäftigen. Das ist ein Irrglaube.

Delfinschwimmen2Selten geht die Begegnung im Wasser über die Dauer von wenigen Minuten hinaus. Oft ist es geradezu enttäuschend, zumal die Tiere manches Mal schlicht abtauchen und man sie u.U. gar nicht zu Gesicht bekommt. Auch das Bild, sich von einem Delfin durch Wasser ziehen zu lassen, ist legendär – aber illusorisch!

Wir haben es mit wilden und kraftvollen Tieren zu tun. Daher ist die Sicherheit (Ihre und die der Tiere) von oberster Priorität. Es gab schon eine Reihe von Fällen, in denen Schwimmer von Delfinen oder Walen verletzt wurden, sowohl „absichtlich“ als auch durch unglückliche Umstände. Es ist von großer Wichtigkeit, Warnsignale der Tiere richtig interpretieren zu können. Dies ist aber nur mit einem bestimmten Maß an Erfahrung möglich, über welches Touristen in der Regel nicht verfügen.

 

Beachten Sie den Kontext!

Bedenken Sie bitte auch, dass es in einigen Gewässern riskant sein könnte, überhaupt ins Wasser zu gehen. Haie, giftige Quallen oder andere Tiere wie Seeschlangen sind nicht eben die Lebewesen, denen man zu Nahe kommen will…

In einigen Ländern ist das Schwimmen mit Cetaceen inzwischen verboten, hierüber müssen Sie sich in jedem Fall vor Ihrer Reise informieren. Dort, wo es erlaubt ist, sollten Sie sicher gehen, dass es sich um seriöse und professionelle Anbieter handelt und dass die Regulationen Art und Umfang dieser Aktivitäten kontrollieren. Es wird Ihnen kaum Vergnügen bereiten, als einer von vielen ins Wasser zu steigen und dabei vermutlich ein Störfaktor für die Tiere zu sein. Achten Sie auch hier auf den Kontext. Wenn Sie das Gefühl haben, dass man nicht respektvoll mit den Tieren umgeht, verzichten Sie lieber auf ein zweifelhaftes Erlebnis.

Delfinschwimmen1Von der Benutzung von Tauchausrüstung ist generell abzuraten, da man weiß, dass sich die Tiere durch die ausgestoßene Atemluft gestört fühlen, möglicherweise interpretieren sie diese sogar als Bedrohung.

Wenn Sie dennoch den intensiven Wunsch haben, Delfinen oder Wale in ihrem angestammten Element zu begegnen, dann lautet unsere Empfehlung: suchen Sie einen jener Einzelgängerdelfine auf, die es an vielen Stellen der Erde gibt. Diese Tiere sind an den Kontakt mit Menschen gewöhnt und haben bereits ihre Erfahrungen mit Zweibeinern im Wasser. Das erhöht die Chance, dass sie sich wirklich mit Ihnen beschäftigen und es u.U. ein geradezu intimes Erlebnis werden kann. Einige dieser sociable dolphins lassen sich sogar berühren – was bei wilden Tieren praktisch nie der Fall sein wird.

 

Tipps für das Schwimmen mit Delfinen:

  • Beachten Sie stets alle Anweisungen
  • Lassen Sie sich langsam ins Wasser gleiten
  • Überschätzen Sie sich nicht. Die Aufregung, einem Meeressäuger zu begegnen, lässt Ihren Puls schneller schlagen und erhöht Ihren Sauerstoffbedarf. Tun sie daher nichts, was Sie sich nicht wirklich zutrauen und sie körperlich überlasten könnte!
  • Lassen Sie das Tier/die Tiere entscheiden, was passiert! Wenn die Tiere einen Kontakt wünschen, werden sie von selber nahe kommen.
  • Bewegen Sie sich ruhig, vermeiden Sie hektische Bewegungen
  • Achten Sie auf Warnzeichen oder Hinweise darauf, dass sich die Tiere gestört fühlen
  • Versuchen Sie niemals aktiv, einen Wal oder Delfin anzufassen
  • Niemals die Tiere füttern oder sonst wie anlocken!