Effects

Effects of Whale Watching on whales and dolphins

n welcher Form beeinflusst der Waltourismus die Tiere überhaupt bzw. wie kann er sie negativ beeinträchtigen? Hier ist zwischen kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen zu unterscheiden. (Die folgenden Ausführungen betreffen die Walbeobachtung mit Booten). Kurzfristige Effekte Unter den kurzfristigen Auswirkungen (engl.: short-term effects) versteht man alle jene Effekte, die unmittelbar auftreten und somit prinzipiell beobachtbar sind.

  • Veränderungen des Verhaltens der Tiere, z.B. Änderung der Schwimmgeschwindigkeit oder –richtung, verlängerte Tauchzeiten, usw.
  • Tiere einer Gruppe können durch Boote voneinander getrennt werden (v.a. Mütter von ihren Jungtieren)
  • Jedes Boot mit Motor ist auch ein akustischer Störfaktor, der unter Wasser ausgesendete Schall kann schnell zu einer Beeinträchtigung der Kommunikation der Tiere untereinander führen
  • Gefahr von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen & Gefahr von Verletzungen durch Schiffschrauben
  • Eventuelle Übertragung von Krankheiten vom Menschen auf die Tiere (besonders beim Schwimmen mit Delfinen)verletzung

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die Entstehung eines falschen Images. Viele Anbieter locken ihre Kun-den mit großartigen Versprechungen und sensationslustigen Darstellungen. Vielfach bringen die Touristen Vor-stellungen mit, die aus falscher Aufklärung bzw. dem Besuch von Delfinarien stammen und mit dem natürlichen Verhalten der Tiere nicht viel gemein haben.   Jegliche überzogene Darstellung der Tiere im Vorfeld einer Tour führt zu bestimmten Erwartungen bei den Touristen. Diese Erwartungen erzeugen Druck auf den jeweiligen Anbieter, diese Erwartungen auch zu erfüllen. Das wiederum führt häufig zu einem rücksichtslosen Verhalten gegenüber den Tieren (z.B. Nichteinhaltung von Mindestabständen).   Langfristige Effekte Langfristige Auswirkungen (engl.: long-term effects) zeigen sich erst über längere Zeiträume – manchmal erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Sie sind wissenschaftlich sehr schwer zu erfassen, daher sind solche Effekte am besten durch vorbeugende Maßnahmen zu vermeiden.

  • Andauernde Bedrängung und / oder Lärm führt zu Stress
  • Stress führt zu erhöhter Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Infektionen
  • Verringerung der Reproduktionsrate
  • Rückgang von Populationen
  • Verschiebung ihres Verhaltensspektrums (z.B. durch eingeschränkte Möglichkeit zu Nahrungssuche oder Ruhephasen)
  • Populationen verlagern ihren Lebensraum oder wandern ab