Auffälligkeiten

Foto-Identifikation auffälliger Tiere

AA_007Seit Beginn des Jahres 2010 läuft eine Studie des MEER e.V., die zum ersten Mal diejenigen Delfine und Wale vor La Gomera beleuchtet, die wir während unserer mittlerweile 15 Jahren währenden Forschungen fotografiert haben und die besondere Auffälligkeiten zeigen. Dazu zählen z.B. durch Schiffsschrauben oder anderweitig verletzte oder abgemagerte Tiere. Aber auch solche, bei denen Hautveränderungen zu sehen sind, die auf Infektionen oder den Einfluss von Umweltgiften hinweisen.

Seit je her erfassen wir die vor Gomera lebenden Wale und Delfine auch fotografisch, um sie anhand der Bilder einzeln identifizieren zu können. Dabei fallen natürlich diejenigen Individuen ins Auge, die außergewöhnlich oder auffällig sind. Zum Beispiel solche, denen größere Stücke der Rückenflosse fehlen, die große Narben am Körper tragen, usw.

 

Kategorisierung der Auffälligkeiten

AA_031Die neue Studie widmet sich gezielt den Bildern von solches „auffälligen“ Tiere. Wir unterscheiden dabei zunächst grob zwischen drei Typen von Auffälligkeiten:

Typ 1: Verletzte Tiere mit Einschnitten an der Finne, Wunden oder Narben.
Typ 2: Tiere, die ungewöhnliche Muster oder Fleckungen der Haut aufweisen.
Typ 3: Abgemagerte Tiere.

Mit der systematischen Erfassung der Auffälligkeiten möchten wir herausfinden, inwieweit der menschliche Einfluss sich an den Tieren zeigt und ob wir eine Häufung der Fälle im Laufe der Jahre feststellen können:

Typ 1 lässt ggf. auf Verletzungen durch Schiffsschrauben oder Kollisionen mit Schiffen schließen.

Typ 2 gibt Hinweise auf den Grad der Meeresverschmutzung, der bei Delfinen und Walen zu Hautkrankheiten führen kann und

Typ 3 gibt Hinweise darauf, dass die Tiere unter Nahrungsmangel leiden, der mit Überfischung zusammen hängen kann.

Sie können sich beteiligen!

100_6301_02Unsere aktiven Mitglieder Bettina und Axel Kelm aus Starnberg sind federführend bei dieser Studie, welche die komplette Durchsicht unseres Foto-Archivs erfordert. Unterstützt werden sie dabei von unserer Veterinärin Dr. Kerstin Neumann sowie von Fabian Ritter.

Wir möchten aber auch die Walbeobachter auf Gomera mit einbeziehen. Diejenigen Gäste der Whale Watching Touren, die Fotos von auffälligen Tieren machen (oder gemacht haben), werden gebeten, ihr fotografisches „Beweismaterial“ für diese Studie zur Verfügung zu stellen.

So kann man als ambitionierter Walbeobachter ganz aktiv einen kleinen Beitrag zur Forschung leisten. Ein entsprechendes Informationsblatt mit grundsätzlichen Informationen zur Studie und Tipps liegt bei unserem Partner OCEANO Gomera aus.

 

Das Infoblatt ist HIER auch als Download verfügbar!