Whale Watching

Chancen des Walbeobachtungstourismus

Whale Watching bietet eine Reihe von Möglichkeiten, wie es zu einem verbesserten Schutz der Wale und Delfine beitragen kann. Voraussetzung hierfür ist, dass die Prinzipien der Nachhaltigkeit eingehalten werden, d.h. die Nutzung der Meeressäuger auch langfristig ökologisch verträglich ist. Die Chancen von Walbeobachtungstourismus sind:

  • Wichtige Einnahmequelle für Küstenorte, –regionen und Nationen
  • Wertvoller Beitrag zur Erhöhung des Umweltbewusstseins (Sensibilisierung)
  • Beitrag zum Wissen bzw. zur wissenschaftlichen Forschung & Schutzbemühungen
  • Direkte Erfahrung kann „Herzen bewegen“ und zu Verhaltensänderungen führen
  • Alternative zu Delfinarien: „So sind Wale und Delphine wirklich“
  • Beitrag zum positiven (touristischen) Image von Orten, Regionen (Nationen)
  • Therapeutischer Nutzen?

Auswirkungen des Whale Watching auf Wale und Delfine

In welcher Form beeinflusst der Waltourismus die Tiere überhaupt bzw. wie kann er sie negativ beeinträchtigen? Hier ist zwischen kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen zu unterscheiden. (Die folgenden Ausführungen betreffen die Walbeobachtung mit Booten).

Kurzfristige Effekte

Unter den kurzfristigen Auswirkungen (engl.: short-term effects) versteht man alle jene Effekte, die unmittelbar auftreten und somit prinzipiell beobachtbar sind.

  • Veränderungen des Verhaltens der Tiere, z.B. Änderung der Schwimmgeschwindigkeit oder –richtung, verlängerte Tauchzeiten, usw.
  • Tiere einer Gruppe können durch Boote voneinander getrennt werden (v.a. Mütter von ihren Jungtieren)
  • Jedes Boot mit Motor ist auch ein akustischer Störfaktor, der unter Wasser ausgesendete Schall kann schnell zu einer Beeinträchtigung der Kommunikation der Tiere untereinander führen
  • Gefahr von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen & Gefahr von Verletzungen durch Schiffsschrauben
  • Eventuelle Übertragung von Krankheiten vom Menschen auf die Tiere (besonders beim Schwimmen mit Delfinen)

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die Entstehung eines falschen Images. Viele Anbieter locken ihre Kunden mit großartigen Versprechungen und sensationslustigen Darstellungen. Vielfach bringen die Touristen Vorstellungen mit, die aus falscher Aufklärung bzw. dem Besuch von Delfinarien stammen und mit dem natürlichen Verhalten der Tiere nicht viel gemein haben.

Jegliche überzogene Darstellung der Tiere im Vorfeld einer Tour führt zu bestimmten Erwartungen bei den Touristen. Diese Erwartungen erzeugen Druck auf den jeweiligen Anbieter, diese Erwartungen auch zu erfüllen. Das wiederum führt häufig zu einem rücksichtslosen Verhalten gegenüber den Tieren (z.B. Nichteinhaltung von Mindestabständen).

Langfristige Effekte

Langfristige Auswirkungen (engl.: long-term effects) zeigen sich erst über längere Zeiträume – manchmal erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Sie sind wissenschaftlich sehr schwer zu erfassen, daher sind solche Effekte am besten durch vorbeugende Maßnahmen zu vermeiden.

  • Andauernde Bedrängung und / oder Lärm führt zu Stress
  • Stress führt zu erhöhter Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Infektionen
  • Verringerung der Reproduktionsrate
  • Rückgang von Populationen
  • Verschiebung ihres Verhaltensspektrums (z.B. durch eingeschränkte Möglichkeit zu Nahrungssuche oder Ruhephasen)
  • Populationen verlagern ihren Lebensraum oder wandern ab

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