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Erneute Massenstrandungen von Walen und Delfinen…

Berlin, 08.03.2005

Grindwale

Grindwale

Vergangene Woche strandeten an Floridas Küste über 60 seltene Rauzahndelfine, nachdem ein Navy U-Boot dort eine militärische Übung durchgeführt hatte. Nur ein Teil der Tiere konnte zur Pflege in veterinärmedizinische Stationen gebracht werden, viele Delfine starben noch an Ort und Stelle. Bereits im Januar strandeten an der Ostküste der Vereinigten Staaten im Bundesstaat North Carolina 37 Grindwale.

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Seebeben in Asien

10. Januar 2005

Die Ereignisse nach der Flutkatastrophe in Asien haben auch uns, das Team des MEER e.V., sehr erschüttert. Wir denken an die unzähligen Opfer und Betroffenen und möchten hiermit unser tiefes Mitgefühl ausdrücken.

Wir stehen dem Ausmaß der Katastrophe fassungslos gegenüber. Die Folgen des Seebebens sind unvorstellbar und haben globale Dimensionen. (Übrigens auch in geophysikalischer Sicht: die Erdachse hat sich aufgrund des Bebens und des Tsunamis um ca. 2,5 cm verschoben und die Erdumdrehung um drei Mikrosekunden beschleunigt – Quelle: wikipedia.de). Dass diese Katastrophe „aus dem Meer“ kam, muss uns als Organisation, die sich für dessen Schutz einsetzt, beschäftigen. Aber von einem „Terrorakt der Natur“ zu sprechen, wie das in manchen Medien der Fall war, ist vollkommen unangemessen.

Es mag noch zu früh sein, darüber nachzudenken welches die Lehren aus dieser Sintflut sind, dennoch machen uns solche Ereignisse vor allem eines deutlich: dass wir einen lebendigen, aktiven Planeten bewohnen und wir die Natur niemals beherrschen können, dass eine Kontrolle nicht möglich ist. Das mahnt uns zu großer Demut und großem Respekt, macht uns nachdenken über die Stellung des Menschen im großen Gefüge „Planet Erde“.

Der MEER e.V. will mit seiner Arbeit Bewusstsein für die Verletzlichkeit des Meeres gegenüber menschlichen Handelns schaffen. Die Flutkatastrophe führt uns unsere eigene Verletzlichkeit vor Augen: das Meer hält uns den Spiegel vor. Die Natur „schlägt nicht zurück“, aber sie lässt uns erahnen, welche Konsequenzen auch unser eigenes Tun haben kann. Schließlich sind die Auswirkungen unserer Unsorgsamkeit auf die Meere -Überfischung, Meeresverschmutzung, Klimawandel, usw. –  längst global. Daher müssen wir nun umso mehr alles daran setzen, dass wir zumindest keine „selbstgemachten“ Katastrophen verursachen!

 

Das Seebeben: Haben die Delfine es gespürt?

10. Januar 2005 – Laut einem Bericht der „Badischen Zeitung“ gab es in Sri Lanka, einem der am meisten betroffenen Gebiete der Flutkatastrophe, keine Berichte über tote Tiere. Auch auf Luftaufnahmen seien keine Tierleichen zu sehen. Die Eingeborenenstämme auf den Andamanen-Inseln haben ohne große Verluste überlebt, da sie sich rechtzeitig vor den herannahenden Wassermassen in Sicherheit brachten. Anscheinend haben sie bestimmte Anzeichen und Signale erkannt, die von der Tierwelt ausgingen. Das Gezwitscher von Vögeln, auffälliges Verhalten von Eidechsen und Delfinen und ins Landesinnere flüchtende Elefanten werden als Beispiele genannt. Es ist zu vermuten, dass dies das einzig funktionierende Frühwarnsystem im Katastrophengebiet war, und zahlreichen Menschen, die es verstanden, die Zeichen richtig zu deuten, das Leben rettete.

Die Natur hat wie so oft anscheinend die Lösung bereits parat. Bleibt die Frage, worauf Delfine, Elefanten und Eidechsen reagieren, wenn sie solche Ereignisse erspüren, wie ihr sechster Sinn funktioniert. Sind es für uns Menschen nicht wahrnehmbare Vibrationen der Erde/des Wassers? Veränderungen des Luftdrucks? Hören sie die Flut kommen? Es erscheint sinnvoll, solchen Fragen systematisch nachzugehen, damit der Mensch in Zukunft besser auf solche Ereignisse vorbereitet ist. In entlegenen Gebieten ist dies wohlmöglich die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, noch dazu unabhängig von Kommunikationssystemen, und vor allem schnell…

Buchempfehlung: WALE BEOBACHTEN

Berlin, 12.11.2004

Wal- und Delfinbeobachtung ist zu einem weltweiten Milliardengeschäft geworden. Millionen Menschen gehen inzwischen jedes Jahr auf „Waljagd“ mit der Kamera. Dieser boomende Tourismuszweig, obwohl als wirtschaftliche Alternative zum Walfang gepriesen, droht zunehmend selber zum Problem für die Meeressäuger zu werden. Nun ist ein Leifaden erschienen, der dem gewissenhaften Naturfreund die Mittel in die Hand legt, zwischen sanftem und unsanftem Whale Watching unterscheiden zu können. In „Wale beobachten“ (der Neufassung des gleichnamigen Klassikers, der seit langem vergriffen war) werden die rasante Entwicklung des neuen Tourismuszweigs „Whale Watching“ geschildert und die verschiedenen Typen der Walbeobachtung (vom Boot, von Land, aus der Luft) analysiert. Der Verhaltensbiologe Fabian Ritter, seit vielen Jahren in der Whale Watching-Forschung tätig, beleuchtet eingehend, auf welche Art und Weise Walbeobachtungstouren die Tiere stören oder gar gefährden können – und was man als Tourist oder Bootsführer tun kann, um solch eine Störung zu verhindern. Continue reading

Lebendiger Pottwal in der Ostsee – tote Wale auf den Kanaren

7606203b86Ein Pottwal hat sich im Juli in die Ostsee verirrt. Der Wal wurde zuerst nordöstlich von Bornholm gesehen, später an der deutschen Ostseeküste – Gegenden, in die es die tief tauchenden Pottwale sonst nie verschlägt. Warum der Wal sich hier aufhielt, ist unklar. Bei der erneuten Massenstrandung von Walen auf den Kanarischen Inseln Ende Juli hingegen ist man einer Erklärung schon näher.

IWC 2004

6d05632ecaIm Juli 2004 tagte die Internationale Walfang Kommission (IWC) in Sorrento (Italien), vorausgegangen von den Sitzungen ihres wissenschaftlichen Komitees. Fabian Ritter vom M.E.E.R. e.V. war wieder Mitglied der deutschen Delegation bei der Tagung des Wissenschaftskomitees. Im Whale Watching-Subkommittee wurde unter anderem der Bericht zum Whale Watching Workshop in Kapstadt diskutiert. Weitere Themen waren nationale und internationale Gesetzgebungen zum Walbeobachtungstourismus sowie die aktuellen Forschungen zur Beeinträchtigung von Cetaceenpopulationen durch den zunehmenden Tourismus an vielen Stellen der Welt.

Springtime Research 2004 !

M.E.E.R. e.V. stellt Ihnen hiermit das SPRINGTIME RESEARCH Programm vor – ein neuer Weg, die Wale und Delphine der Kanarischen Inseln kennen zu lernen. Dies ist eine außerordentliche Gelegenheit, Ihr Wissen über die Cetaceen Gomeras und der Kanaren zu vertiefen, noch dazu auf solch schöne Art und Weise!

M.E.E.R. führt seit Jahren Forschungen an Bord kleiner Whale Watching Boote vor La Gomera durch. Außerdem bieten wir seit 2000 verhaltensbiologische Praktikumskurse an. Diese spezielle Form der Forschung hatte immer einen Nachteil: wir konnten nicht weiter als 5 Meilen von der Küste weg. Aber was geht da draußen vor sich? Diese Frage hat uns schon immer beschäftigt.

Mit dem neuen SPRINGTIME RESEARCH wollen wir diese Lücke füllen und uns genauer umschauen im „Reich des Pottwals“. Wir wollen also unsere Grenzen erweitern und mehr herausfinden über die Cetaceen der Hochsee der Kanarischen Inseln.

Für das erste Springtime Research nimmt der M.E.E.R. e.V. ab sofort Buchungen entgegen.

Die Teilnehmer werden auf einem 40m-Segelschiff untergebracht. Die wissenschaftliche Betreuung, ein grundlegendes Training zur Datenaufnahme, Verhaltensbeobachtungen und Foto-Identifikation sowie ein Teilnahmezertifikat sind inbegriffen. Der Preis von 799.- Euro enthält darüber hinaus eine Spende an M.E.E.R. Startpunkt der Reise ist Teneriffa (Kanarische Inseln). Sprachvorraussetzungen: Englisch !

Weiter Informationen finden sie in der ausführlichen Info-Broschüre, die wir gerne per E-mail zusenden.

Hafenausbau in Vueltas

Seit Jahren wurde über einen möglichen Hafenausbau gesprochen. Man wusste, dass die Gelder von der Europäischen Gemeinschaft bewilligt waren. Zur Jahreswende 2003 begann der Hafenausbau in Vueltas/Valle Gran Rey auf La Gomera. Was zu Anfang nur ein unscheinbares Containerbüro im Eingang des Hafens war, ist mittlerweile zu einer geschäftigen Großbaustelle geworden. Es ist unruhig im Hafenort Vueltas.

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M.E.E.R. e.V. unterwegs…

Teilnahme des M.E.E.R. e.V. am Workshop zum Thema „Management von Walbeobachtungstourismus“.

6344e99f62Im März 2004 fand in Kapstadt (Südafrika) ein internationaler Workshop zum Thema „Management von Walbeobachtungs-tourismus“ statt. Als einziger deutscher Vertreter nahm Fabian Ritter vom M.E.E.R. e.V. an diesem erstklassig besetzten Workshop teil. Seine dortige Präsentation des Projektes M.E.E.R. La Gomera beinhaltete die wissenschaftlichen Aktivitäten des M.E.E.R. e.V. als ein „Good Practice“ Beispiel für sanften Walbeobachtungstourismus.