13 Jun

Neuer Report: Globale Maßnahmen gegen die Bedrohung von Walen durch Schiffsverkehr

Der immense globale Schiffsverkehr entwickelt sich zu einer immer größeren Bedrohung für Wale und Delfine. Das Risiko von Kollisionen nimmt vor allem in Regionen zu, in denen sich stark frequentierte Schifffahrtsrouten mit den Lebensräumen der Tiere überschneiden.

Ein neuer Bericht der Marine Mammal Advisory Group (MMAG) fasst nun die Ergebnisse eines Sonder-Workshops der European Cetacean Society Conference vom April 2026 zusammen, an dem auch unser 2. Vorsitzender Fabian Ritter und Noel Covian, der Kapitän unserer Partnerorganisation OCEANO, teilgenommen haben. Er enthält Analysen von über 40 internationalen Experten..

Die wichtigsten Erkenntnisse und Lösungsansätze des Berichts:

  • Effektivste Maßnahmen: Als wirksamste Instrumente gelten nach wie vor Geschwindigkeitsbegrenzungen für Schiffe sowie die Anpassung und Verlegung von Schifffahrtsrouten.
  • Herausforderungen bei Daten: Obwohl Hochrisikogebiete bereits identifiziert werden konnten, erschweren Datenlücken und uneinheitliche Meldungen von Kollisionen genaue Risikoanalysen.
  • Globale Standards in Entwicklung: Um den Problematiken koordiniert zu begegnen, entwickelt die IWC derzeit Richtlinien für standardisierte Risikobewertungen. Ein globaler Rahmenplan soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden, um Reedereien und politischen Entscheidungsträgern verlässliche Daten für eine sicherere Navigation zur Verfügung zu stellen.

Die Experten des Workshops betonen, dass es keine Universallösungen gibt. Konsequenter Schutz von Meeressäugern erfordert eine flexible Kombination aus konkreten Maßnahmen, technologischen Innovationen zur Früherkennung, rechtlichen Rahmenbedingungen und einer engeren Zusammenarbeit zwischen Politik, Wissenschaft und der maritimen Wirtschaft.

Den vollständigen Report (auf Englisch) findet ihr hier.