CETTUS Workshop

Teneriffa, Oktober 2019.

Foto: Volker Smit

Am 22. Oktober 2019 fand der Workshop „ESTRATEGIAS PARA LA OBSERVACIÓN SOSTENIBLE DE CETÁCEOS Y ESPECIALIZACIÓN INTELIGENTE DEL TURISMO EN CANARIAS“ (übersetzt etwa: „Strategien für einen nachhaltigen Walbeobachtungstourismus und intelligente Spezialisierung des Tourismus der Kanaren“ auf Teneriffa statt. Seitens M.E.E.R. war unser 2. Vorsitzender Volker Smit mit dabei sowie für unseren Partner OCEANO Volker Trautmann (Skipper) und Volker Boehlke (Guide) anwesend. Im Rahmen diverser Vorträge wurden verschiedene Beispiele für nachhaltigen Ökotourismus bzw. Walbeobachtungstourismus sowie dessen Verknüpfung mit der Forschung (z.B. Foto-ID-Katalog von Pilotwalen) vorgestellt. Der Workshop – es war der erste seiner Art – soll den Austausch von nachhaltigem, bildungsaffinem Tourismus einerseits und der Forschung anderseits ermöglichen und fördern. Auf Teneriffa formiert sich langsam der nachhaltige Walbeobachtungs-tourismus und es gibt eine wachsende Gruppe von Anbietern die einer Nachhaltigkeits-Charta beigetreten sind (29 von über 70 Anbietern). Diskutiert wurden auch die Problematik mit illegalen Whale-Watching-Touren, Privatbooten sowie dem teilweise massiven Problem der Jetskis, die bisher unkontrolliert auch im Verbreitungsgebiet der Meeressäuger unterwegs sind. Alles in allem wurde betont, dass der Druck auf die Meeressäuger besorgniserregend hoch ist.

Dr. Jacobo Marrero Pérez von der Asociacion Tonina stellte Daten über die Stresshormonkonzentration von Pilotwalen vor Ort vor, die diese These untermauern. Die nachgewiesenen Stresshormone im Unterhautfettgewebe der Pilotwale ist in den Bereichen vor Teneriffa, wo ein enormes Aufkommen von Wasserfahrzeugen aller Art zu verzeichnen ist, nahezu doppelt so hoch, wie in einem anderen Bereich, wo der Bootsverkehr deutlich geringer ist. Das spricht dafür, dass die Tiere vor Los Christianos im Dauerstress sind. Das könnte langfristig ähnliche Folgen haben wie etwa beim Menschen.

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