Walbeobachtung für motivierte SchülerInnen

La Gomera, Juni 2016.

SchülerInnen auf Walbeobachtungstour

Die Kinder, die sich im Verlauf des vergangenen Schuljahres durch allgemeine Leistungssteigerung besonders hervorgetan hatten, durften am 16. Juni um 9 Uhr auf eine nicht ganz übliche Walbeobachtungstour. Dabei konnten sich die Kinder im Alter von 14 bis 15 Jahren aus dem Valle Gran Rey und ihre begleitende Lehrerin selbst von der großen Zahl der Cetaceen vor den Küsten ihres Heimatortes überzeugen. Der Biologe Volker Boehlke wies sie zunächst in die allgemein häufig vorkommenden Arten ein und erläuterte deren Lebensraum.

Wellen und Wale

Da wir ein Weilchen fahren mussten, konnte die OCEANO-Skipperin Carmen zwischendurch ein bisschen Einführung in das Führen des Bootes geben. Nach 90 Minuten fanden wir etwa 3,5 Meilen vor der Küste eine Gruppe Pilotwale. Allerdings wurde die Begegnung am Anfang von kurzen, hohen Wellen geprägt. Die Meisten hatten ihren Spaß, aber die Beobachtung stand mehr unter dem Stern der Schaukelei. Stück für Stück schwammen die Tiere jedoch in ruhigeres Wasser, so dass wir sie uns doch noch in Ruhe ansehen konnten.

 

Praktisches Lernen

Deutlich waren die unterschiedlichen Flossenformen der unterschiedlichen Individuen auszumachen. Auch Babys waren unter den etwa 25 Tieren, sie versteckten sich immer ganz nah unter der Schwanzflosse der Mutter. Ein paar versprengte Große Tümmler hatten sich unter die Pilotwale gemischt, blieben aber auf Distanz. Schnell lernten die Kinder die beweglicheren, mit spitzen Finnen versehenen Delfine von den größeren Verwandten zu unterscheiden.

 

Die besondere Belohnung

Nur kurz nachdem wir die Wale verlassen hatten, tauchten weitere Gruppen Große Tümmler auf. Immer wieder kamen sie kurz in die Bugwelle und über das Wasser hallten laute Rufe, wenn sie wieder mal nach hohen Sprüngen auf das Wasser klatschten. Ein große Zahl von Sturmtauchern in direkter Nähe und wiederholte kurze Sprünge von mehreren Tieren brachten uns immer wieder auf die Fährte von weiteren, offensichtlich Fischen hinterherjagenden Gruppen, so dass wir am Ende sicher mehr als 30 Tiere beobachtet hatten. Laute grunzende und unkende Rufe unter Wasser, die durch ein Hydrophon und Lautsprecher auch an Bord erlebbar wurden,  rundeten das Erlebnis schließlich ab. Nach 4 Stunden fuhren wir wieder in den Hafen und das Lächeln auf den Gesichtern spiegelte wider, dass diese Belohnung Furore gemacht hatte.

Impressionen von der Tour

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